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Etwas anzunehmen bedeutet, seinen Frieden damit zu machen. Das Thema ist dann quasi durch, es berührt einen nicht mehr, man kann es loslassen. Dabei ist das Annehmen die Voraussetzung dafür, dass ich überhaupt loslassen kann. Ich kann nichts loslassen, was ich nicht angenommen habe.
Besonders vor dem Unangenehmen verschließen wir gern die Augen. Manchmal geht’s gut, und das Unangenehme verschwindet von allein. In der Regel fordert es aber Beachtung. Ein Schmerz zum Beispiel: Robert Betz bezeichnet einen Schmerz als einen Boten, der sich nicht abweisen lässt. Erst wenn ich seine Botschaft angenommen habe, kann ich mein Handeln so ausrichten, dass der Schmerz geht, dass ich das Thema loslassen kann. 
Aber nicht nur das Annehmen, auch das Loslassen kann uns schwerfallen. Das Annehmen positiver Dinge und Ereignisse bereitet große Freude. Es entsteht so mancher Augenblick, den man zum Verweilen einladen möchte. Genauso wenig, wie sich das Unangenehme abweisen lässt, kann das Angenehme dauerhaft gebunden werden. 
Ausnahmslos alles will angenommen und losgelassen werden. Das eine früher, das andere später. 

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