Yogahaus Dresden | Blog

26
Aus gegebenem Anlass habe ich mir Gedanken darüber gemacht, ob ich trotz Krankheit perfekt sein kann. Das Ergebnis meiner Überlegungen: Ja, ich kann. 
Was ist eigentlich Perfektion? Um perfekt zu sein brauche ich immer einen Vergleichszustand, den ich für ideal erkläre. Im ungünstigsten Fall suche ich diesen Vergleichszustand im Außen. Ich wähle mir ein Idol und eifere ihm nach. In der Regel ist das zum Scheitern verurteilt, denn ich bleibe (Gott zum Lobe) doch immer ich selbst. Mit dem Scheitern werde ich aber leiden.
Ich kann mir diesen Vergleichszustand aber auch in mir selbst suchen, indem ich mir ein Ziel festlege, das ich unbedingt erreichen muss. Erst das Erreichen dieses Zieles gibt mir das Gefühl der Perfektion. Lege ich mir die Latte zu hoch, werde ich das Ziel nie erreichen und mich immer unvollkommen fühlen. 
Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich perfekt bin, wenn ich meine Talente und Fähigkeiten in meiner jeweiligen Tagesform voll und ganz ausschöpfe. Also kann der Vergleichszustand, an dem ich meine Perfektion messe, keine Konstante sein. Bin ich krank oder einfach nur schlecht drauf, werde ich weniger erreichen können als an Tagen, an denen es mir gut geht und ich voller Energie bin. Aber in jedem Fall kann ich perfekt sein.
Nicht perfekt bin ich, wenn ich in Situationen träge und faul bin, die meinen vollen Einsatz verlangen.

Bewertung

Kommentare

Sigrid Goutal
# Sigrid Goutal
Freitag, 3. November 2017 14:36
Lieber Ravidas,
in meinen Augen sind wir immer perfekt. In dem wir die Perfektion in einer Sache suchen und das Scheitern darin verurteilen limitieren wir uns als göttliches Wesen. In sofern sind wir perfekt, als unser göttlicher Anteil im Scheitern mit uns ins Gespräch geht und uns unsere Illusionen aufzeigt.
Der Wunsch in einer Sache perfekt zu sein, zeigt uns doch auf, wo wir uns in unserer Ganzheit verletzt fühlen.

In diesem Sinne
"Namaste"

Sigrid

Kommentar posten

Name (Pflicht)

Email (Pflicht)

CAPTCHA-Bild
Bitte Sicherheitsabfrage lösen:

 

neuste Beiträge

Mindfuck 1-3 nach Petra Bock by Ravidas

Sich einschüchtern lassen, das vermeintliche Wohlergehen der anderen über das eigene stellen und sich unnötigen Druck machen sind Methoden, sich erfolgreich selbst zu sabotieren.

Mindfuck "0" (nach Petra Bock) by Ravidas

Wenn es darum geht, größere Veränderungen im Leben anzugehen, Träume zu verwirklichen und die eigenen Potenziale voll auszuschöpfen, lassen wir uns oft von unserem inneren Kritiker ausbremsen. Petra Bock hat in sieben "Mindfucks" zusammengefasst, auf welche Weise wir uns besonders erfolgreich sabotieren.  

Viel Glück, Erfolg und Gesundheit! by Ravidas

Jeder hat es selbst in der Hand, ob der Wunsch für Glück, Erfolg und Gesundheit bei Ihm/Ihr auf fruchtbaren Boden fällt.

Unglück – gibt’s nicht by Ravidas
Echtes Glück bedeutet, auch unglücklich sein zu können
Die einheitliche Unterbringung des Schlafanzuges by Ravidas

Regeln sind lebensbestimmend. Von Zeit zu Zeit ist eine Inventur der oft unbewusst wirkenden Regeln dringend angeraten.

Geduld by Ravidas

Geduldige Menschen sind aktiv, erkennen und akzeptieren ihre ihre Grenzen und sind gelassen und gleichmütig. 

Zweifel by Ravidas
Zweifel sind, solange sie nicht das Leben bestimmen, in jeder Hinsicht absolut berechtigt, ja sogar notwendig. Ansonsten besteht die Gefahr, die Welt so zu sehen, wie man sie gern sehen möchte oder wie sie sein sollte und nicht, wie sie ist. 
Das Gesetz der Resonanz by Ravidas

Was wir ausstrahlen, werden wir empfangen. Eine positive Grundeinstellung und viel Optimismus werden zwangsläufig glücklich machen.

Ist das wirklich wahr? by Ravidas

Niemand ist imstande, die uns umgebende Realität, eins zu eins mit seinem Verstand aufzunehmen. Und so ist es ratsam, die eigenen Empfindungen, Gedanken und Gefühle von Zeit zu Zeit auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen.

Perfektion by Ravidas

Ich bin in jedem Fall perfekt, wenn ich entsprechend meiner Tagesform meine Talente und Fähigkeiten voll ausschöpfe.