Im Spannungsfeld zwischen Angst und Liebe

Von Admin

Oktober 22, 2019

Im Spannungsfeld zwischen Angst und Liebe

Wenn es um Gefühle geht, bewegen wir uns zwischen den beiden Polen Liebe und Angst. Sie sind die einzigen wirklichen Grundgefühle. Alle anderen Gefühle ordnen sich diesen unter. Unter der Angst stehen der Hass, die Wut, die Sorge, der Kummer und alle diese Gefühle, die sich dunkel anfühlen, die unser Herz einengen, die uns klein machen, die uns nach unten drücken.

Wenden wir uns jetzt dem anderen Pol, der Liebe, zu. Allein wenn ich das Wort Liebe höre, geht mein Herz auf. Liebe hört sich hell an, hört sich schön an, hört sich frei an. Wenn wir an Liebe denken, fühlen wir uns wohl.

Welche Bedeutung hat dann die Angst? Kann ich nicht ganz darauf verzichten? Nur wer die Angst kennt, kann die Liebe wirklich schätzen. Man kann sich die Liebe wie eine brennende Kerze vorstellen. Wenn diese Kerze im hellen Sonnenlicht steht, ist ihr Schein nicht zu sehen. Erst wenn es dunkel wird, fängt diese Kerze wirklich an zu leuchten. Dann nehmen wir dieses Licht erst wahr

Genauso ist das mit der Liebe und der Angst. Erst wenn wir die Angst kennen, erst wenn wir auch die dunkle Seite kennen, wissen wir das Licht der Kerze, das Licht der Liebe wirklich zu schätzen. Also ohne die Angst zu kennen, können wir die Liebe gar nicht richtig wahrnehmen.

Die Frage ist immer, welcher Seite wende ich mich zu, der Liebe oder der Angst. 

Wenn ich mich der Angst zuwende und die Liebe ganz außer acht lasse, wenn ich angsterfüllt bin, wenn ich mein Leben von Angst bestimmen lasse, dann ist es unmöglich, glücklich zu werden. Deshalb sollte man die aufsteigende Angst zur Kenntnis nehmen und sich dann die Hintergründe anschauen. 

Vielleicht stellt sich heraus, dass die Gründe gar nicht so ernst zu nehmen sind, dass es gar nicht so ein großes Problem ist, das mich versucht zu beherrschen. Vielleicht sind die Ängste sogar nur von außen an mich herangetragen worden und betreffen mich gar nicht.

Glücklich werden kann man nur über den Weg der Liebe. Um glücklich zu werden ist es notwendig, die Liebe zu suchen und zu schätzen.

Im Yoga gibt es Übungen, die das Herz öffnen. Die Liebe wohnt im Herzen. Jeder weiß: Emotionale Belastungen sind am ehesten im Herzen zu spüren. Das, was einen belastet, engt das Herz ein. Die herzöffnenden Übungen lassen möglicherweise das, was einen bedrückt, klein und nichtig erscheinen. Das Herz weitet sich, und es entsteht Raum für Liebe.

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